Letzten Sommer waren einige Freiwillige der Hope Foundation in Lomié, um an verschiedenen Projekten zu arbeiten. Dabei stießen sie auf ein fundamentales Problem, das das Leben der ortsansässigen Menschen nicht nur erschwert, sondern es sogar bedroht: die unzureichende Trinkwasserversorgung. Der Zwang, auf verschmutztes Wasser zurückgreifen zu müssen, ist eine Hauptursache für die Ausbreitung einer Reihe von Krankheiten. Viele Dorfbewohner müssen einen kilometerlangen Marsch auf sich nehmen, um an sauberes Wasser zu gelangen. Und das, obwohl es theoretisch genug Trinkwasserstellen gibt, um die Versorgung der Menschen zu gewährleisten – oder zumindest, um sie sehr zu erleichtern.

Während der Kolonialzeit wurden diverse Trinkwasserstellen gebaut, die auch alle einmal funktionstüchtig waren. Doch bei dem Bau ist es leider geblieben – um Wartung, Reinigung etc. hat sich niemand mehr gekümmert. Diese Bestandsaufnahme haben wir gemeinsam mit unserer Partnerorganisation ADELOM und mit Unterstützung des Bürgermeisters von Lomié machen können.

Die Trinkwasserstellen und Wasserrohre sind nach Jahren der Vernachlässigung in einem desolaten Zustand. Die Stellen sind verdreckt und schlammig, die Rohre verrostet und die Wände der Wasserbehälter rissig. In einer dreitägigen Aktion fingen wir mit der Erneuerung einer Wasserstelle an, die bis zu 4000 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgen kann. In diesen drei Tagen schafften wir es, die Rohre auszuwechseln, die Stelle zu reinigen und die alten Wände des Behälters herauszubrechen.

Die Fortführung und Beendigung des Projekts ist für die nächste Trockenzeit angesetzt, in der die Voraussetzungen für den Bau von Betonbehältern am günstigsten sind.
Wir möchten das Projekt gerne abschließen. Daher rufen wir alle Leser dazu auf, uns zu unterstützen, damit auch die Menschen in Lomié ab spätestens Mai 2012 in den Genuss von frischem, sauberem Trinkwasser kommen.

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